Signet von AAA auf buntem Hintergrund

Roger Waters: Forderung von Konzertabsagen

Roger Waters, bekannter Verfechter der antisemitischen Bewegung BDS stößt auf wenig Gegenliebe. Konzertabsagen werden gefordert.

Der ehemalige Mitbegründer von Pink Floyd und heutiger Solokünstler Roger Waters plant für nächstes Jahr eine Europatour und ist im Mai auch für mehrere Konzerte in Deutschland. In der Vergangenheit fiel Rogers schon häufig mit antisemitischen Äußerungen sowie als offener Unterstützer der antisemitischen Israel-Boykottbewegung BDS auf. Er setzte beispielsweise die Politik Israels gegenüber Palästina mit der des NS-Faschismus gegen die europäischen Juden gleich oder schoss mit einem Gewehr auf ein mit einem Davidstern markierten Schwein, welches auf die Bühne projiziert wurde. Zuletzt äußerte sich Waters verschwörungsideologisch zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine, welchen er rechtfertigt und zu einem durch Biden initiierten Stellvertreterkrieg der USA gegen Russland verklärte.

Roger Waters stößt auf Unverständnis

Anfang November wurden nun in der deutschen Politik erste Stimmen laut, die sich mit Unverständnis und Kritik zu den geplanten Konzerten von Roger Waters äußerten. So sagte der Münchener Oberbürgermeister Reiter (SPD) bereits nach Rogers letztem Konzert 2018, dass dieser wegen seiner Nähe zu BDS in der Stadt nicht mehr willkommen sei. Diesmal scheinen sich Politiker*innen und die Zivilgesellschaft deutlicher positionieren und fordern eine Distanzierung Waters von seinen bisherigen Äußerungen oder auch direkt die Absage der Konzerte. So fordert die Frankfurter Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg (Grüne) die Prüfung einer möglichen Auflösung der Konzertverträge: Sie stehe klar für Meinungsfreiheit, „Antisemitismus aber [sei] keine Meinung“. Es bleibt abzuwarten wie die Entscheidungen über mögliche Vertragsauflösungen ausgehen werden.

Mehr dazu in der Süddeutschen Zeitung.

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